Projekte

Forschungs- und Praxisprojekte (Auswahl seit 1994)

KOMPASS zur beruflichen Kursbestimmung und Selbststeuerung

ESF-Projekt, kofinanziert durch die FU Berlin, Projektleitung zusammen mit E.-H. Hoff, Laufzeit 13.03.2009-31.12.2011 (Gesamtvolumen ca. 495.000 Euro).
Das Projekt Kompass an der FU Berlin zielt auf die Entwicklung von überfachlichen Potenzialen und Kompetenzen der beruflichen Selbststeuerung speziell für Bachelor-Studierende. In mehreren Workshops sollen begleitet von einem individuellen Coaching-Prozess die überfachlichen und karriererelevanten Kompetenzen der noch ergebnisoffenen Studierenden gefördert werden. In einem zweisemestrigen Verbund von fünf aufeinander aufbauenden, praxisintegrierenden Bausteinen können ab Wintersemester 2009/2010 von BA-Studierenden systematisch Handlungskompetenzen zur Bewältigung des Übergangs vom Studium in das Erwerbsleben aufgebaut werden.
Link zur Website von Kompass

Professionalisierung und Integration der Lebenssphären. Geschlechtsspezifische Berufsverläufe in Medizin und Psychologie

DFG-Projekt, Projektleitung zusammen mit E.-H. Hoff, Laufzeit der ersten Phase: 1. 10. 1998 bis 30. 9. 2000, Laufzeit der zweiten Phase 1.10.2000 bis 30.9.2002, Laufzeit der dritten Phase 1.10.2002 bis 30.9.2004 (Gesamtvolumen ca. 320.000 Euro).
Am Beispiel von langjährig berufstätigen MedizinerInnen und PsychologInnen wird untersucht, inwieweit berufliche Spezialisierungen und Verlaufsmuster von Männern und Frauen unterschiedlich genutzt werden. Weiter wird analysiert, welche Rolle dabei außerberufliche Anforderungen durch Familie bzw. Kinder und individuelle Sichtweisen zur Relation der Lebenssphären sowie Strategien ihrer Integration bzw. Segmentation spielen. Dazu wurden zunächst N=985 Mitglieder beider Professionen postalisch befragt. In einem zweiten Schritt wurden N=120 RepräsentantInnen ausgewählter Berufsverlaufsmuster mittels problemzentrierter Interviews auch persönlich befragt.

Projekt Transfer: Evaluation und Transferanalyse von Seminaren zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz.

(Drittmittelprojekt der Unfallkasse Post und Telekom, Projektleitung, Laufzeit 1.4.2002 bis 31.1.2003, Projektmitarbeit Dipl.-Psych. Gregor Wittke, Volumen ca. 20.000 Euro)
In Zusammenarbeit mit der Unfallkasse Post und Telekom UK PT wurden insgesamt 18 Weiterbildungsseminare für über 300 Arbeitssicherheitsbeauftragte der Deutschen Post AG und der Deutschen Telekom evaluiert. Durch ein Prae-Post-Post-Design wurde auch die Analyse von Transfereffekten ermöglicht.
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Projekt M plus O: Mitarbeiterbefragung und Organisationsentwicklung

Mitarbeiterbefragung und Organisationsentwicklung: Gestaltungsmaßnahmen in einem Unternehmen der Informations- und Kommunikationsbranche (Drittmittelfinanzierung durch E-PLUS, zusammen mit E.-H. Hoff und Eyko Ewers, Volumen ca. 180 000 DM, Laufzeit 1. 9. 1999 bis 31. 10. 2000).
Bei dem Projekt „M plus O“ handelt es sich um die wissenschaftliche Begleitung und Mitgestaltung von Maßnahmen der Organisationsentwicklung (OE) in einem Unternehmen der Telekommunikationsbranche, zu denen vor allem eine Mitarbeiterbefragung gehört. Im Kontext des rasanten wirtschaftlichen Aufschwungs dieser Branche werden die betreffenden Unternehmen mit gravierenden Veränderungen ihrer Organisationsstruktur konfrontiert, insbesondere im Personalbereich. Häufig zitierte Probleme sind die extrem hohe Personalfluktuation und -expansion sowie der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Gerade für solche Unternehmen erscheint es ratsam, Mitarbeiterbefragungen nicht als bloßes Erhebungs- und Diagnose-Instrument zu betrachten, sondern sie gezielt in einen Organisationsentwicklungsprozess einzubinden. Ziel der wissenschaftlichen Begleitung und Beratung war neben der Optimierung des bestehenden Fragebogendesigns deshalb vor allem die Neukonzeption der im Anschluss an die Befragung stattfindenden Feedback- und Verbesserungsphase.

Projekt Ärzte als Unternehmer (Projektleitung; FU Berlin in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer Berlin, 1996 und 1997)

Nach einem Professionalisierungsschub gerade in den letzten Jahrzehnten lassen sich in jüngerer Zeit aber auch Deprofessionalisierungstendenzen (z.B. im Verhältnis von Spezialisten zu Hausärzten, in der Zunahme staatlicher Reglementierungen bei gleichzeitigen Einkommensverschlechterungen) ausmachen, die gerade niedergelassene Ärzte und Ärztinnen zu einer stärker betriebswirtschaftlich orientierten Praxisführung zwingen. Welche Erfordernisse an das tatsächliche unternehmerische Handeln ergeben sich nun aus dieser veränderten Situation? Dazu wurden Fallstudien mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten der Allgemeinmedizin in Berlin durchgeführt.

Projekt Praxisanalyse: Explorative Analyse und Gestaltung von inhaberzentrierten Kleinunternehmen (FU Berlin in Zusammenarbeit mit Praktikern, 1994 und 1995, Projektleitung, Drittmittelanteil 12.000 DM CCH-Laufbahnberatung Berlin).

Auf der Grundlage einer 1994 begonnenen Explorationsstudie (Befragung von niedergelassenen Ärzten in den Großräumen Berlin, Cottbus, Frankfurt a.M., Köln und München) wurden Forschungs- und Gestaltungsperspektiven speziell für kleine inhaberzentrierte Betriebe in handlungspsychologischer Perspektive untersucht. So lässt sich gerade in sehr kleinen und inhabergeprägten Organisationen das Zusammenspiel von Aspekten der Persönlichkeit, des individuellen und kollektiven Handelns und von organisationalen Faktoren besonders deutlich ermitteln und verfolgen.